Paulo Ferreira

Der portugiesische Tenor Paulo Ferreira studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Porto und war Stipendiat der Calouste Gulbenkian Stiftung. Er begann zunächst als Bariton und sang an allen wichtigen Häusern Portugals vom Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon bis zum Coliseu in Porto. 2004 wechselte er ins Tenorfach, war auch hier bald im Konzert- und Opernrepertoire gefragt und gewann mehrere erste Preise bei Gesangswettbewerben. Heute führt er seine Gesangsstudien bei Palmira Troufa und seine Rollenstudien bei Marc Tardue fort. Für sein Operndebüt 2007 als Don José in „Carmen“ am Coliseo in Porto wurde Paulo Ferreira von Kritik wie Publikum gefeiert. Mit dem dortigen Orquestra Nacional unter der Leitung von Marc Tardue sang er Jesus in Beethovens Oratorium „Christus am Ölberge“ und das Tenorsolo in Beethovens 9. Sinfonie in der Casa da Música in Porto sowie am Centro Cultural de Belém in Lissabon. In Funchal trat er mit dem Orquestra Clássica da Madeira unter der Leitung von Rui Massena auf. Er arbeitete mit den Dirigenten Antonio V. Lourenço (Mendelssohns „Erste Walpurgisnacht“), Aldo Brizzi, Manuel Ivo Cruz, Reynald Giovaninetti, Marko Letonja, Jacques Mercier, Zoltán Peskó und João Paulo Santos. Neben verschiedenen Aufnahmen für den Rundfunk hat Paulo Ferreira kürzlich die Ersteinspielung des Liederzyklus „Sete Canções de Albano Martins“ des zeitgenössischen portugiesischen Komponisten António Pinho Vargas auf dem Label Strauss vorgelegt. Eine Aufnahme von Vargas’ Oper „Os Dias Levantados“ erschien bei EMI-Valentim de Carvalho.

Im Juli 2011 sang er an der Seite von Anna Netrebko in einem Arienabend in der Kölner Philharmonie.Im September 2011 folgte sein Debüt als „Cavaradossi“ („Tosca“) am Theater Hof. Im Frühjahr 2012 sang er dort die Partie des „Gregorij“ (BORIS GODUNOW) und in der Sasion 2012/2013 am Landestheater Innsbruck die Rolle des „Hagenbach“ (LA WALLY) und die Partie des „Jason“ in der Oper MEDEA von Luigi Cherubini, sowie am Pfalztheater Kaiserslautern den „Ismaele“ (NABUCCO) und die Tenor-Partie in Verdi’s REQUIEM. Im Sommer 2013 folgte die Partie des „Manrico“ (IL TROVATORE) beim Festival „Oper Schenkenberg“ in der Schweiz

Paulo Ferreira sang in der Saison 2013/2014 am Tiroler Landestheater Innsbruck „Alvaro“ („La forza del destino“) und am Pfalztheater Kaiserslautern „Renato Des Grieux“ („Manon Lescaut“) , in 14/15 wird er ebenfalls am Tiroler Landestheater Innsbruck die Partie des „Sänger“ ( „Der Rosenkavalier“) und „Moritz“ („Adriana Lecouvreur“) übernehmen, sowie die Tenorpartie in Verdis „Messa da Requiem“.

In der Spielzeit 15/16 folgten „Calaf“ (Turandot) am Landestheater Innsbruck und „Des Grieux“ (Manon Lescaut) am Staatstheater Oldenburg. Ebenfalls am Staatstheater Oldenburg folgt im Frühjahr 2016 und in der Saison 16/17 die Partie des „Magnus Gabriele de la Gardie“ (Cristina, Regina die Svizzera). Weiterhin wird er 16/17 am Landestheater Innsbruck als „Riccardo“ (Un Ballo in Maschera) und an der Staatsoper Hannover als „Cavaradossi“ (Tosca) gastieren. Als „Foresto“ wird er in Verdi’s Attila am Pfalztheater Kaiserslautern zu erleben sein.


Drucken Fenster schließen